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Rheingauschule bekommt neue Webseite PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rheingau Echo   
Mittwoch, den 13. Februar 2019 um 15:51 Uhr

Ehemaliger Abiturient legte mit Arbeitskollegen in einer sozialen Woche Grundstein für modernen Internetauftritt.

avanade3Dr. Robert Laube aus Eltville hat 1989 an der Rheingauschule Abitur gemacht, jetzt kam der einstige Rheingauschüler nach 30 Jahren für eine ganze Woche zurück an seine ehemalige Schule: Zusammen mit vier Arbeitskollegen hatte er im Rahmen eines Sozialprojektes selner Firma Avanade GmbH in Kronberg den Grundstein für eine komplett neu erarbeitete Webseite für das älteste Gymnasium des Rheingaus gelegt.

Seit 16 Jahren arbeitet Dr. Robert Laube bei Avanade und diese Firma hilft jedes Jahr im Rahmen der "Social Corporate Responsibility"-Aktivitäten sozialen oder öffentlichen Einrichtungen bei der Umsetzung von Projekten, die sonst nicht oder nur mit sehr großem Aufwand machbar wären. „Wir haben zum Beispiel auch schon dem Frauenhaus in Frankfurt geholfen und in diesem Jahr hatte Robert Laube die Idee, unter anderem die Website der Rheingauschule in Geisenheim in ein neues, modernes, responsives Design zu überarbeiten“, erklärte auch Matthias Löffler vom Team Avanade. Zusammen mit den Kollegen Thomas Pagel‚ Atdhe Kurteshi und Christian Buntrock bekam die neue Website in nur fünf Tagen schon ein komplett neues Layout mit schönen Fotos der Schule, einem neuen Logo, einem Update des CMS-Systems, ein Responsive Webdesign Template wurde integriert und eine Inhaltsmigration vorgenommen. Für die Rheingauschule war die Aktion des Teams von Avanade komplett kostenlos. Die fünf Mitarbeiter von Avanade hatten sich dafür extra zwei Tage UrIaub genommen, drei weitere Arbeitstage wurden von der Firma gesponsert. Und tatkräftige Unterstützung von Seiten der Schule gab es von rund einem Dutzend Schüler aus der Klasse 10, die zusammen mit dem zuständigen Lehrer und Website-Administrator Kai Torsten Rohn eng mit den Fachleuten zusammenarbeiteten und die noch lange nicht fertig gestellte Webseite noch weiter bearbeiten werden. Erst im Sommer rechnen die Projektteilnehmer mit der kompletten Fertigstellung des neuen Internetauftritts. "Der Aufwand, der bei der Neuaufstellung einer Schulhomepage dieser Größenordnung betrieben werden muss, wurde anfangs von fast allen Seiten unterschätzt“, erklärte auch Kai Torsten Rohn. Bis die neue Seite veröffentlicht und die alte komplett ersetzt werden könne, müsse noch sehr viel Arbeit investiert werden. „Der bisherige Auftritt ist doch schon sehr in die Jahre gekommen. Der Rheingauschule wird dieser neue Auftritt ein neues Bild im Rheingau geben. Schüler, Eltern und Ehemalige werden sich hier besser wiederfinden. Hinzu kommen viele neue Funktionen“, so Dr. Laube. Ein Anfang sei mit der sozialen Projektwoche durch Avanade gemacht worden: „Gut und wichtig ist vor allem die Initialzündung und die neuen Layout-Möglichkeiten. die das neue „Template“ bietet. welches der Website zugrunde liegt. Vor allem die Professionalität des Graphikdesigns und der neuen Fotos durch die Firma Avanade ist beeindruckend und hätte von uns als Schule nie geleistet werden können“, hält der Lehrer fest.

"Ich freue mich sehr, dass Herr Laube und seine Kollegen sich für die Rheingauschule und die Website eingesetzt haben. Und ich freue mich auch, dass einige Schüler sich in dieser Woche engagiert und ihre Bereitschaft erklärt haben, uns auch in Zukunft zu unterstützen, und dass, obwohl sie schon bis zu viermal die Woche Nachmittagsunterricht haben. Leider kann die Unterstützung nicht im Rahmen einer AG laufen, sondern wird eher über punktuelle Beauftragung und „Heim-Arbelt“ laufen“, so Rohn.

Schon am Montag waren der Abi-89-Rhelngauschüler Dr. Robert Laube und seine Kollegen, die teilweise aus Düsseldorf, Paderborn und Wien angeist waren, vor Ort, klärten logistische Fragen, bauten die Technik auf und brachten einen Entwurf für ein neues Logo mit. Denn der von Michael Apitz gezeichnete „Geist des Rheingaus“ tritt bei dem neuen Internetauftritt in den Hintergrund und ist nur noch als kleine Figur in der Tool-Leiste und als Graffiti auf einem Foto zu sehen. Stattdessen steht ein Foto vom Schulgebäude mit der grünbelaubten Linde am historischen Haupteingang jetzt im Mittelpunkt. Das Lindgrün ist dann auch das Hauptaugenmerk des neuen Farbkonzeptes, das zusammen mit der Fachschaft Kunst der Rheingauschule erarbeitet wurde. Und ganz wichtig ist auch die Integration des neuen Schulportals LANiS-online: Das Portal zur Schulorganisation gehört zum Schulportal Hessen der Hessischen Lehrkräfteakademie und bietet den Schülern die Möglichkeit, zwei Tage im Voraus ihren jeweiligen, individuellen Vertretungsplan einsehen zu können. ln den nächsten Jahren soll der Account um weitere Tools wie einen digitalen Kalender erweitert werden.

 Rheingau Echo vom 7.2.2019

 Fotos: Matthias Löffler (Avanade)

 
Mathe-Legende der Rheingauschule entzaubert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wiesbadener Kurier   
Dienstag, den 22. Januar 2019 um 17:02 Uhr

Show „Klein gegen Groß“ verbindet Unterhaltung mit Engagement zugunsten von Bärenherz. Für die Spendenaktion besiegen die Schüler der Rheingauschule ihre Lehrer.

Wenn Lehrer in die Defensive geraten, kann dies durchaus einem guten Zweck dienen. So zu sehen ist das in der Sporthalle der Rheingau-Schule in Geisenheim, als ein Showabend mit dem Titel „Klein gegen Groß“ ansteht, bei dem Spenden für das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden gesammelt werden. Beim Fußballspiel mit Zweier-Teams auf Miniatur-Tore setzen sich die Schüler mit 3:2 durch und sind ebenso beim anschließenden Latten-Zielschießen treffsicher.Pressegeist

Schlechter läuft es für den Nachwuchs beim Staffel-Sprint, weil ein Staffelholz zu Boden fällt und die Pädagogen enteilen. Am Ende steht es aber insgesamt 6:3 für die Kleinen. Neun Herausforderungen umfasst der spannende Wettbewerb. Organisiert haben ihn Neuntklässler im Wahlpflicht-Unterricht „Soziales Engagement“ mit der Schulsozialarbeiterin Janina Schäfer und dem Lehrer Björn Steffen.

Holzhacken, Basketball und Donut-Wettessen
Wie beide berichten, stand am Anfang aber nicht der Plan, einen unterhaltsamen Abend zu gestalten. Vielmehr lernten die Schüler das Kinderhospiz als soziale Einrichtung kennen, so wie dies früher beim Kinderschutzbund, den Caritas-Tischen oder der Obdachlosen-Hilfe geschehen war. Einem Besuch folgt in der Regel eine Spendensammlung, die diesmal in einem völlig neuen Format erfolgt.
Erstmals gibt es dazu eine „Klein gegen Groß“-Show in der Rheingau-Schule und dies vor einer vollen Tribüne. Eine Vielfalt von Talenten ist gefragt aus allen Jahrgangsstufen. „Ich fordere die größte Mathe-Legende unserer Schule heraus“, verkündet Julian (Q3) vor dem Kopfrechen-Duell mit Lehrer Michael Brückenhaus. „Ich kann eigentlich nur das Einmaleins“, antwortet der, doch dies genüge offenbar schon, um Schüler zu beeindrucken. Dann erscheint die erste Aufgabe: 25 x 6 x 5+69. Das ist erst der Einstieg, später tauchen auch Hochzahlen auf. Mit 7:3 setzt sich der junge Herausforderer durch; den Erwachsenen hilft es auch nicht, dass Schulleiter Thomas Fischer als Joker aufgerufen wird. Holzhacken und Basketball, Schrankaufbau und Liegestützen sowie ein Donut-Wettessen stehen außerdem auf dem Programm. Diese bunte Vielfalt ist das Ergebnis dreimonatiger Vorbereitung.

Die Veranstalter profitieren von gespendeten Backwaren, die sie verkaufen. Rund 40 Schüler sind an dem Abend beteiligt. Kostenfrei wurden außerdem Technik und Ausstattung zur Verfügung gestellt, die ein beachtliches Niveau erreichen. Auf einer großen Leinwand taucht sogar in einer Video-Einspielung Kai Pflaume, der TV-Moderator von „Klein gegen Groß“, auf und lobt den sozialen Einsatz.
Ein buntes Ledersofa gehört ebenfalls zum Studio. Auf ihm sitzen Nadine Mader von Bärenherz, Bürgermeister Christian Aßmann und Thomas Fischer, um auf die jeweiligen Sieger zu tippen. So raten sie auch, ob Laureen und Marwa aus dem fünften Schuljahr oder die Lehrer Björn Steffen und Anne Wolfgang den besseren Marmorkuchen backen. Mixer, Mehl und Kakaopulver werden herein gerollt, im Lehrerzimmer steht der Herd. Das Publikum kürt am Ende die Großen zu Gewinnern.

Wiesbadener Kurier vom 19.1.2019

 
Maja Nielsen liest in Rheingauschule aus neuem Roman PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wiesbadener Kurier   
Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 07:18 Uhr

Autorin Maja Nielsen präsentiert in der Geisenheimer Rheingauschule ihren neuen Roman „Tatort Eden 1919“. Dabei versucht sie, die Zehntklässler für Politik zu begeistern.

„Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu wissen. Heute am 100. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht könnt ihr euch entscheiden, ob ihr politisch sein wollt“, fordert Autorin Maja Nielsen die Zehntklässler der Rheingauschule auf. Gleich am ersten Schultag des neuen Jahres haben sich die Schüler zur Lesung des erst kürzlich erschienenen Romans der Autorin in der Aula eingefunden.

„Tatort Eden 1919“ ist der zweite Roman von Nielsen. Bekannt ist die Schriftstellerin vor allem für ihre Abenteuergeschichten zu verschiedenen Sachthemen. „Doch dieses ist ein politisches Buch“, betont sie. Bevor Nielsen tatsächlich vorliest, nimmt sie die Jahrgangsstufe E mit zu einem Exkurs in das Jahr 2015. „Ein wichtiges Jahr in Deutschland und der Beginn der Flüchtlingswelle“, so Nielsen. An viele schlimme Bilder habe man sich damals gewöhnt.
Das Bild eines Flüchtlingsjungen, der tot an den Strand gespült worden war, habe etwas verändert. „Das Bewusstsein wurde gestärkt und man konnte nicht mehr so tun, als würde es uns nichts angehen, was im Mittelmeer passiert“, führt Nielsen aus. In der folgenden ersten Phase der „Willkommenskultur“ in Deutschland nimmt „Tatort Eden 1919“ seinen Anfang.

Der junge Biko, ein Deutscher mit ghanaischen Wurzeln zieht aus der Provinz im Sauerland nach Berlin, um dort an einer Artistenschule zu lernen. Den Koffer in der Hand, mit dem sein Vater vor rund 25 Jahren nach Deutschland kam, findet er sich auf dem vollen und hektischen Bahnhof der Hauptstadt wieder. Prompt wird er dort von der jungen Lizzy fälschlich als „UMF“, unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, identifiziert. Fasziniert von der jungen Frau, schafft er es nicht, das Missverständnis aufzuklären, sondern lässt sich von der ehrenamtlichen Helferin mitreißen. Eine kleine Liebesgeschichte entwickelt sich, und die rund 150 Schüler lauschen gespannt den Worten der Autorin. „Selten habe ich die Aula so ruhig erlebt“, sagt Lehrerin Anja Konschak. Man sei froh, in Zusammenarbeit mit Sabine Stemmler vom Netzwerk Leseförderung Rheingau-Taunus, den Schülern eine solche Lesung anbieten zu können.

Rechte und Linke des politischen Spektrums prallen in dem Roman aufeinander, der sich immer wieder zwischen Soli-Veranstaltungen und Demonstrationen besorgter Bürger bewegt. Doch an dieser Stelle hört der Roman nicht auf, sondern findet nur seinen Anfang. Denn Biko stößt im Fundus der Artistenschule auf einen Koffer mit alten Briefen eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Und durch die Erzählungen des Requisiteurs findet sich der junge Mann plötzlich in die Zeit der Novemberrevolution zurückversetzt.

Lesung wird im Unterricht nachbereitet
Hier entspinnt sich der eigentliche Krimi um den Mord zweier wichtiger Figuren jener Zeit, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die am 15. Januar 1919 im Hotel Eden in Berlin umgebracht wurden. Doch was hat Bikos Situation mit Rosa Luxemburg zu tun? Damals wie heute habe man die Wahl, sich politisch zu engagieren und sich mit Politik auseinanderzusetzen, resümiert Nielsen.

Dass das Gehörte in den Jugendlichen nachklingt, zeigen ihre Fragen an die Autorin zu Recherche, Hintergründen und politischen Zusammenhängen. „Wir werden die Lesung im Unterricht entsprechend nachbereiten“, kündigt Lehrerin Konschak an.Pressegeist

Wiesbadener Kurier vom 16.1.2019

Hintergrundinformation: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg stehen in ganz besonderer Weise für historische Vielschichtigkeit/Komplexität: Als Pazifisten sprachen sich beide 1914 im Gegensatz zur SPD-Mehrheit gegen die Bewilligung der sogenannten Kriegskredite aus. Im Ersten Weltkrieg kritisierte Liebknecht als einziger deutscher Parlamentarier öffentlich den Völkermord an den Armeniern. In der Novemberrevolution 1918 setzten sich beide für eine radikale Fortführung der Revolution mit dem Ziel einer sozialistisch-kommunistischen "Diktatur des Proletariats" in Form einer Räterepublik ohne Gewaltenteilung ein. Um den demokratischen Sieg der gemäßigten Sozialdemokraten und Liberalen abzuwenden, versuchten sie im "Spartakusaufstand" die ersten allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen in Deutschland zu verhindern. Als Befürworter einer gewaltsamen Bekämpfung des Parlamentarismus sind Rosa Luxemburg, aber vor allem Karl Liebknecht, nach heutigen politikwissenschaftlichen Kriterien dem linksextremistischen Spektrum zuzuordnen. Der in der Sowjetunion praktizierte bolschewistische Terror wurde von Rosa Luxemburg aber abgelehnt
Am 15. Januar 1919 fielen beide einem politischen Verbrechen zum Opfer. Im Zuge der Niederschlagung des Spartakusaufstands wurden sie von Freikorps-Soldaten (Rechtsextremisten nach heutigen Kriterien) festgenommen, verhört, mutmaßlich gefoltert und erschossen. Dieser Doppelmord wurde in der Weimarer Republik nie ordnungsgemäß verfolgt. Die Täter wurden entweder freigesprochen oder zu sehr geringen Gefängnisstrafen verurteilt, die sie - bis auf eine Ausnahme - nicht antreten mussten. (Kai Torsten Rohn)

 
Rheingauschule lädt zu Wettstreit für guten Zweck PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wiesbadener Kurier   
Dienstag, den 15. Januar 2019 um 16:15 Uhr

Angelehnt an das gleichnamige TV-Format „Klein gegen Groß“ lädt die Wahlunterrichtsgruppe „Soziales Engagement“ der 9. Klassen für Donnerstag, 17. Januar, um 19 Uhr zur Show in die Sporthalle der Rheingauschule ein. An diesem Abend fordern Schüler Lehrer sowie Hausmeister in zehn sehr unterschiedlichen Disziplinen – unter anderem Holz hacken, Kopfrechnen, Liegestützen und Schrank aufbauen – heraus. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Erlös des Abends geht an das Kinderhospiz Bärenherz, das die Schüler bei einem Besuch näher kennenlernten.Pressegeist

Wiesbadener Kurier vom 14.1.2019

 
Joseph Haydn vereint mit Metallica PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wiesbadener Tagblatt   
Montag, den 10. Dezember 2018 um 07:01 Uhr

Großartiges Musikerlebnis im Rheingauer Dom: Beim Adventskonzert der Rheingauschule bleibt kein Platz frei.

Happy“ von Pharrell Williams lässt die Füße wippen in den Kirchenbänken und die Köpfe gleich mit. Es wird mitgeklatscht, als die Big Band der Rheingauschule in Geisenheim spielt. Am Ende des traditionellen Konzerts im Advent bekennt Schulleiter Thomas Fischer: „Happy bin ich auch“, da mischt sich die Vorfreude auf die Ferien mit einem großartigen Musikerlebnis.Pressegeist
Der Schulleiter dankt besonders Maria Brachtendorf, die die Gesamtleitung übernommen hat. Aus der Lehrerschaft sind außerdem Silke Trzcinski, Juliane Nolden, Michael Bibo und Valjeta Verzvoli beteiligt. Insgesamt 86 Musiker wirken in den verschiedenen Ensembles mit. Dazu kommen sieben jugendliche Techniker und die Schüler, die zwischen den musikalischen Beiträgen Texte vorlesen.

Schneeflöckchen und Weißröckchen
Sie alle treten auf im Rheingauer Dom, dessen Bänke dicht besetzt sind. All die Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder und Freunde hören als gemeinsames Schlussstück „O little town of Bethlehem“ – genauso heißt der Titel des Konzerts. Unter der Überschrift haben Pharrell Williams und Metallica ebenso ihren Platz wie Joseph Haydn und Lieder, die auf den biblischen Korinther-Briefen basieren. Mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ beginnt die Streicher-AG. Die Mädchen und Jungen tragen den Klassiker mit konzentriertem Blick vor, den bei „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ ein Lächeln begleitet. Warum sich für Haydns Sinfonie Nr. 94 der Beiname „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ eingebürgert hat, macht anschließend das Schulorchester deutlich. Seine Mitglieder setzen sich danach Nikolausmützen auf zu „Deck the halls with boughs of holly“, wobei jetzt vor allem die Trompeten dominieren.

Anschließend ist ein Text zu hören zum Lucia-Tag und seinem Brauchtum. „Unser Glaube soll uns Licht sein“, lautet die Botschaft. Schiffe voll „Hoffnungsbrot“, das sich beim Teilen vermehrt, kommen in einem anderen Prosa-Zwischenspiel vor. Diesen Zyklus rundet ein Blick ab in eine Zukunft, in der Weihnachten bloß als „langweiliges Fest“ von einst gilt. Ein Stern behält aber seine Strahlkraft. „Jesus wurde ein Mensch“, hebt Pfarrer Marcus Fischer in seiner Begrüßung hervor.

Big Band lädt ein zur Schlittenfahrt
Nachdenkliches hat selbst bei der Rockband der Rheingauschule seinen Raum, „Nothing else matters“ von Metallica klingt jedenfalls recht melancholisch. Das schwungvolle „Shake up Christmas“ folgt und erzeugt euphorisches Johlen und Pfeifen zum Dank. „Die Liebe hört niemals auf“, beteuert der Schulchor in einem Stück, der ganz in Schwarz auftritt, sonst sind oft weiße Schul-Sweatshirts zu sehen.

Ein sanftes „Flashlight“ steuert der Chor noch bei. Die Big Band lädt ein zur Schlittenfahrt mit Glöckchen-Rhythmus und zum verspielten „All I want for Christmas is you“. Schließlich erschallt der Schluss-Applaus, man feiert noch vor dem Dom am Glühwein- und am Kunstkalender-Stand. Eile herrscht keine: Thomas Fischer hat allen Mitwirkenden für den nächsten Tag bis zur dritten Stunde freigegeben.

Wiesbadener Tagblatt vom 7.12.2018

 
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