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Der Geist des Rheingaus

Camino de Santiago '26

Eine Woche auf dem Jakobsweg – und wir haben mehr erlebt als wir vorher ahnten…

Nach England fahren? Wandern in Spanien? Eine ganze Woche nur mit einem vollgepackten Rucksack auf dem Rücken? …diese Entscheidung fiel einigen der Teilnehmer/innen wirklich schwer; für andere stand die Entscheidung bereits seit der Ankündigung fest. Noch im Flugzeug kamen dem einen oder der anderen Zweifel und auch während der Woche hätte vielleicht auch die eine oder der andere doch lieber seine Entscheidung zurückgenommen, aber am Ende – nach vielen kleinen oder größeren Abenteuern, viel Sonne und gemeinsamer Zeit, entstandenen und gelösten Problemchen (täglich tauchten ungeplante Herausforderungen auf) – landeten am vergangenen Samstag alle Teilnehmer/innen wieder glücklich in Frankfurt und die Erinnerungen werden lange erhalten bleiben.

Schon am ersten Tag zeigte sich, dass der Camino nicht nur ein Wanderweg, sondern ein echtes Gemeinschaftsprojekt und eine Herausforderung ist. Die Gruppe startete motiviert – und wurde direkt auf die Probe gestellt: Wir hatten die Schüler/innen in zwei Gruppen geteilt, eine längere und eine kürzere Route. Doch egal, welche Strecke sie wählten – entweder befand sich ein Team vor ungeahnten Höhenmetern, vor gesperrten Wegen, improvisierten Umleitungen oder sogar mitten in einer Straßenbaustelle. Der Camino hatte offenbar beschlossen, uns gleich am Anfang seine „kreative“ Wegführung zu präsentieren.

Camino26
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Und als wir dachten, wir hätten die größten Überraschungen schon hinter uns, kam Tag zwei – der Tag, an dem das Gelände plötzlich fast alpin wurde und der einsetzende Regen den Weg endgültig in ein Abenteuer verwandelte. Aus der geplanten Etappe wurde eine Mischung aus Teamwork, Navigation und der Erkenntnis, dass man manchmal einfach umdrehen muss. Am Abend erreichten wir schließlich unsere Unterkunft – ein großer Schlafraum mit 18 Betten, der im Vorfeld für etwas Nervosität gesorgt hatte. Doch die Sorge war unbegründet: Die Gruppe machte es sich gemütlich, lachte, erzählte, spielte und genoss die ungewohnte, aber überraschend entspannte Atmosphäre. Am Ende wurde das 18er-Zimmer sogar bei einigen zu einem der Highlights der Woche.

Die anschließenden Tage wurden dann deutlich ruhiger – zumindest im Vergleich zu alpinen Regenabenteuern. Zwar führte der Weg weiterhin oft an Straßen entlang und durch kleine Ortschaften, aber dafür gab es auch viele Kilometer direkt am Meer. Und als wäre das nicht genug Camino-Luxus, folgte dann auch unser persönliches Highlight: eine Unterkunft, am Strand gelegen und fast für uns. Nach der Ankunft wurde erst einmal ausgiebig Sonne, Sand und Meer genossen – eine willkommene Pause nach den vorherigen Etappen.

Am nächsten Tag durfte man wählen: noch einmal entspannt am Strand entlangwandern oder auf einem Höhenzug die „Abenteuer-Wildnis-Route“ ausprobieren. Beide Gruppen kamen zufrieden zurück – die einen sonnenverwöhnt, die anderen mit dem Gefühl, eine Mini-Expedition hinter sich zu haben.

Die Erschöpfung meldete sich dann schließlich im Bus zurück nach Bilbao, als die ersten Köpfe schon nach wenigen Minuten gegen die Fensterscheiben kippten: Camino-Modus: abgeschlossen. Schlafmodus: aktiviert.

Der Jakobsweg hat uns gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammen unterwegs ist – Schritt für Schritt…und…wie groß das Durchhaltevermögen jedes Einzelnen ist – trotz Blessuren und schmerzenden Füßen haben alle durchgehalten!

Sekretariat

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