Helfen lernen. Verantwortung übernehmen. Leben retten.
Was tun, wenn plötzlich jemand bewusstlos wird? Wie versorgt man Verletzte bei einem Unfall? Und was passiert, wenn bei einem größeren Schadensereignis viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigen?
In der Sanitäts- und Katastrophenschutz-AG des Gymnasiums Rheingauschule lernen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10, in solchen Situationen sicher und verantwortungsvoll zu handeln.
Gemeinsam mit dem DRK Rheingau-Taunus-Kreis e. V. verbindet die AG fundiertes Wissen mit viel praktischer Erfahrung. Neben den Grundlagen der Anatomie und Physiologie stehen vor allem realitätsnahe Notfallsituationen auf dem Programm. Mit realistischer Notfalldarstellung werden verschiedene Einsatzszenarien trainiert – von alltäglichen Notfällen bis hin zu größeren Schadenslagen und einem Massenanfall von Verletzten (MANV).
Dabei geht es um weit mehr als Erste Hilfe: Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu kommunizieren, auch unter Stress den Überblick zu behalten und anderen Menschen selbstbewusst zu helfen.
Ausbildung zum Sanitäter
Ein besonderes Highlight der AG ist die Möglichkeit, innerhalb des Schuljahres die Ausbildung zum DRK-Sanitäter zu absolvieren. Am Ende steht eine Prüfung unter der Leitung des DRK-Kreisverbandsarztes. Mit erfolgreichem Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Qualifikation, die ihnen zugleich neue Möglichkeiten im Ehrenamt eröffnet.
Geleitet wird die AG von Boris Sobotta, einem erfahrenen Notfallsanitäter und SAN-Ausbilder, der zudem seit vielen Jahren den Schulsanitätsdienst der Rheingauschule leitet. Sein umfangreiches Wissen und seine langjährige Erfahrung sorgen dafür, dass die Jugendlichen praxisnah und professionell auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden.
Unterstützung für die nächsten drei Jahre
Damit die AG nachhaltig weiterentwickelt werden kann, wird das Projekt in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 10.000 Euro durch das Hessische Innenministerium gefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Finanzielle Förderung von freiwilligen Schulangeboten der Feuerwehren und im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen“.
Die Förderung unterstützt dabei, das Angebot dauerhaft zu stärken und jungen Menschen einen praxisnahen Zugang zu Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu ermöglichen.
Die AG stärkt damit nicht nur den Schulsanitätsdienst, sondern bietet auch spannende Einblicke in Rettungsdienst und Katastrophenschutz, unterstützt die Berufsorientierung und schafft einen direkten Zugang zum ehrenamtlichen Engagement beim DRK, bei den Freiwilligen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen.
Denn helfen können ist keine Frage des Alters – sondern eine Frage der Vorbereitung








